Aktuelles
Abschied von unserem lieben Freund
und ehemaligen Chorleiter Rainer Gaschler
Wer im Alter von 18 Jah-ren einen Chorkreis grün-det (1964), diesen 54 Jahre leitet (bis 2018), der lebt für die (Chor-)Musik. Aber bescheiden wie er war, wollte er dafür keine Lobeshymnen. Die größte Freude für Rainer war und ist es, dass er durch seine Arbeit als Grundschullehrer und Chorleiter Men-schen jeden Alters Musik näherbringen und sie fürs Singen und Musizieren begeistern konnte. Und so war es ihm auch ein großes Anliegen, verbunden mit viel Kopfzerbrechen, wie es denn mit seinem Chorkreis einmal weitergehen würde, wenn seine Kräfte schwinden. Ja sein Chorkreis war sein Lebenswerk, für das wir alle sehr dankbar sind! Denn Woche für Woche bringt das gemeinsame Singen Menschen zusam-men, Freundschaften haben seit Jahrzehnten bestand, sogar Ehen sind aus Chorbekanntschaften hervorgegangen. In Rainers Verständnis ist Chorsingen mehr als technisches Singen-Üben, es ist ein Miteinander, eine Chor-Familie.
Tod und Auferstehung. Vom Dunkel ins Licht. Wie oft hat Rainer diese Themen in unterschiedlichsten Vertonungen mit dem Chorkreis gesungen. Und nun gilt es zu glauben, was häufig gesungen wird. Eines von Rainers Lieblingsstücken bei der Grabmusik am Karfreitag war der Schlusschoral aus der Matthäus-Passion von Heinrich Schütz. Doch bei seiner eigenen Beerdigung wollte Rainer Stille – keinen Ton Gesang, nur ein „Terra tremu-it“ einer voll registrierten Kirchenorgel.
Danke Rainer für all dein Engagement, deine Geduld und deine Liebe zur Musik!
Text/Fotos: Mirjam Sigl